Kreisoberliga - 11. Spieltag TSG Lawalde - SC Großschweidnitz-Löbau

Lawalde ist Derbysieger

 

TSG Lawalde – SC Großschweidnitz-Löbau 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Roy Jahnel/53., 2:0 Eric Huber/84. (FE), 2:1 Joel Dörfer/85.

 

Zuschauer: 181

 

Schiedsrichter: Sebastian Winkler (SV Lok Schleife)

 

Die TSG spielte mit:
Thomas Bönsch – Richard Freudenreich (Fabrice Fritsche/76.), Danny Maik Wollmann (C), Emilio Sanftenberg – Justin Born, Jack Maschewski, Maurice Fritsche (Louis Winkler/46.), Nils Lutze (Konstantin Anclam/71.), Roy Jahnel (Danny Blümel/90.+3) – Vincent Jarmer (Malte Buhl/90.+6), Eric Huber

 

Nach zwei ausgefallen Ansetzungen konnte nun endlich das langersehnte Derby zwischen der TSG Lawalde und dem Sportclub aus Großschweidnitz-Löbau stattfinden – die erste Partie in diesem Kalenderjahr auf der heimischen Sportanlage.

 

Die Begegnung beginnt ohne großes Abtasten und direkt mit würzigen Zweikämpfen. Die TSG mit der besseren Spielanlage und einem ersten Angriff in Minute 8, als sich Vincent Jarmer gegen zwei Verteidiger durchsetzen letztendlich aber Lukas Ribling zur Ecke abwehren kann. Die Gastgeber agieren spielbestimmend und verteidigen die hoch und weit geschlagenen Bälle der Cluberer recht problemlos. Aber auch die Gäste verteidigen in letzter Instanz gut, allerdings oftmals auch mit Fouls. So geschehen in Minute 17, als Eric Huber sich auf dem Weg zum Tor macht aber von hinten gefoult wird. Lawalder sahen für solche Vergehen schon die rote Karte. Drei Zeigerumdrehungen später kombiniert sich die TSG nach vorn. Maurice Fritsche verlagert dabei tief in der gegnerischen Hälfte die Seite auf Roy Jahnel. Bei dessen Hereingabe zeigt der SC-Schlussmann sein Können und antizipiert den Pass und wehrt vor den einschussbereiten Stürmern ab. Auch im Duell mit Eric Huber, der nach Steckball von Vincent Jarmer plötzlich allein vor ihm auftaucht, bleibt Lukas Ribling Sieger. Geschlagen ist er aber in Minute 32. Richard Freudenreich bringt eine Freistoßflanke auf den zweiten Pfosten, wo Justin Born sehenswert per Kopf einnickt. Allerdings geht dem Tor eine Abseitsstellung voraus und es zählt dementsprechend nicht. Wenig später (34.) kommt der Sportclub zu seinem ersten Torschuss – Sebastian Müller versucht sich aus 30 Metern. Danach findet das Spiel zumeist zwischen beiden Strafräumen statt und es geht torlos in die Kabine.

 

Nach dem Seitenwechsel beginnt erneut Lawalde mit mehr zum Zug zum gegnerischen Tor und geht auch folgerichtig in Führung – und wie. Bei einer eigenen von der Verteidigung der Gäste abgewehrten Ecke setzt sich Eric Huber im Gegenpressing entscheidend durch. Der Ball kommt in den Rückraum, wo Roy Jahnel angerauscht kommt, wuchtig abzieht und mit diesem in den Winkel einschlagenden Faden aus 25 Metern das umjubelte 1:0 erzielt. Und Lila-Weiß erhöht nur zwei Minuten später auf 2:0. Bei einem Luftzweikampf im Strafraum bedient Eric Huber Vincent Jarmer, der sehenswert aus spitzen Winkel vollendet. Allerdings ging auch Robin Böhm in dem Duell zu Boden und Schiedsrichter Sebastian Winkler nimmt das Tor nach Gespräch mit seinem Assistenten aufgrund regelwidrigen Armeinsatz zurück. Die nächste Möglichkeit für die Heimelf hat Nils Lutze nach vorherigem Solo von Roy Jahnel per Schuss Höhe der Strafraumkante, doch Lukas Ribling ist auf dem Posten. Nun sind wir schon in der Schlussphase der Partie. Nach einem abgewehrten Angriff der SCler macht Thomas Bönsch das Spiel mit einem weiten Ball hinter die letzte Kette schnell. Robin Böhm kann Fabrice Fritsche hier nur mit unfairen Mitteln stoppen und so gibt es Strafstoß für Lawalde. Dessen nimmt sich Eric Huber an und verwandelt sicher. Doch die Entscheidung ist dies noch nicht, denn der Gegner kann sogleich verkürzen. Der eingewechselte Marco Hanske, der frischen Wind in die bis dato harmlosen Offensivbemühungen der Gäste bringt, bedient den ebenso kurz davor in die Partie gekommenen Joel Dörfer, der das Leder platziert im langen Eck unterbringt. Für den Sportclub folgt die beste Phase in der Partie, doch Thomas Bönsch im Tor macht die Chance zum Ausgleich nach einem scharfen Schuss von Jonathan Pruß zunichte. Auf der Gegenseite setzt sich Vincent Jarmer gut durch und legt den Ball an seinem Gegenspieler vorbei. Dieser verwechselt kurz die Sportart und klärt liegend die Kugel mit der Hand, der fällige Pfiff bleibt aber aus, da dem Schiedsrichter die Sicht auf die Szene verwehrt ist. Da Lawalde die angezeigte fünf- tatsächlich siebenminütige Nachspielzeit aber clever runterspielt, fällt dies nicht mehr ins Gewicht.

 

Fazit: Lawalde holt sich gemessen an den Spielanteilen sowie der Anzahl und Qualität der Chancen hochverdient den Derbysieg.

Am kommenden Samstag kommt dann der VfB Weißwasser zum Spitzenspiel auf den „Sand“.


verfasst: R. Hielscher

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